THE CUBER
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PRESSE

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Thüringen24 – Riverboat (MDR)

6. Juni 2020

Ingo Lenßen mit krasser Ansage zu Corona-Maßnahme: "Grenzt an Freiheitsberaubung"

Leipzig. Das Coronavirus bestimmt nach wie vor auch Riverboat (MDR). Am Freitagabend war Corona immer wieder Thema in der Talkshow von Kim Fisher und Jörg Kachelmann. Auch Strafverteidiger und TV-Kult-Anwalt Ingo Lenßen bezog klar Stellung.

Das Zwirbeln seines Barts könne er sich wegen der Maskenpflicht eigentlich sparen. Mache er aber nicht. „Das juckt so!“ Ob er auf der Straße auch ohne sein Markenzeichen erkannt werde, wollte Riverboat (MDR)-Moderatorin Kim Fisher wissen.

Riverboat (MDR): Ingo Lenßen spricht Tacheles

Das wisse er nicht, so Ingo Lenßen. „Ich hab immer den Eindruck, die Menschen sind freundlich. Ich bemühe mich auch immer, freundlich zu sein und unter der Maske zu lächeln.“ Lenßen erzählt auch von einem skurrilen Prozess. Stichwort Vermummung. Ein Mann sei mit Mund-Nasen-Schutz hinterm Steuer geblitzt worden. Vor Gericht habe er sich dann geweigert, die Maske abzunehmen. „Nö, das ist gesundheitsgefährdend“, habe er gesagt. Womöglich müsse der Mandant jetzt ein Ordnungsgeld zahlen. „Das finde ich interessant“, so Ingo Lenßen. Einerseits solle man bei Autofahren mit mehreren eine Maske tragen, andererseits sei das ja Vermummung. „Wir haben also noch ungeklärte Probleme“, sagte der TV-Anwalt.

Riverboat (MDR): Kim Fisher spricht Altenheim-Problematik an

Moderatorin Kim Fisher kam auch auf die bisherigen Besuchsregeln in Alten- und Pflegeheimen zu sprechen: „Da wird unser Herz ja bleischwer“, sagte sie. Für Ingo Lenßen ist das auch ein Problem. Es gehe nicht mal nur um den Nicht-Besuch, sondern auch darum, dass die Menschen teils nicht mehr rausgelassen würden. „Das grenzt an Freiheitsberaubung“, sagte er. „Und das finde ich ganz, ganz schlimm!“ Wenn man sich überlege, wie die Bewohner heute Besucher empfangen können, sei das ja auch stark eingeschränkt.

Ingo Lenßen baut Corona-Besuchshäuschen

Zusammen mit einem Freund habe er daher kleine mobile Besucherhäuschen entwickelt. Beuscher und Bewohner könnten an zwei Seiten hineingehen, in der Mitte sei eine Scheibe. „So wie wir das aus US-amerikanischen Krimis kennen.“ So könne man sich so oft sehen wie man wolle. Außerdem sei es gut zu desinfizieren. Und: Es müsse kein Dritter dabei sein. „Denn das ist ja das nächste Problem. Die Privatsphäre wird ja gebrochen, wenn ein Mitarbeiter darauf aufpasst, dass die sich nicht anfassen. Dabei sind das erwachsene Menschen! So stark darf ich die nicht einschränken!“

Corona im Knast: So hart ist es für inhaftierte Eltern

Auch im Gefängnis führe die Corona-Pandemie zu wahnsinnigen Problemen, so Ingo Lenßen. Er habe mit einem Leiter gesprochen, der bis zum Jahresende keine Besucher mehr reinlassen wolle. „Das heißt, ein Häftling, der Kinder hat, wird seine Kinder nicht sehen!“

SAT.1 Frühstücksfernsehen

26. Mai 2020

Wir nehmen Fahrt auf – gesehen bei Sat.1

Riverboat MDR

5. Juni 2020

Unser Partner und Freund Ingo Lenßen berichtet über THECUBER.

ab  Minute 25:15

Aktueller Bericht aus dem SÜDKURIER

KONSTANZ  I  27. Mai 2020

Ingo Lenßen und Nico König bauen mobile Begegnungshäuschen –
auch für ein Konstanzer Altenpflegeheim

Ingo Lenßen stellt zusammen mit Nico König bewegliche Häuser her, in denen Angehörige ihre Pflegebürftigen treffen – ohne Infektionsrisiko einzugehen. Das erste Häuschen in der Region wurde nun an das Pflegeheim „Christina“ in der Konzilstraße übergeben.

VON SEBASTIAN KÜSTER

Not macht erfinderisch. Dieser Slogan gilt für Deutschlands bekanntesten Rechtsanwalt Ingo Lenßen und seinen Geschäftspartner Nico König aus Engstingen auf der Schwäbischen Alb ganz besonders. Denn seit zwei Monaten stellen sie siebeneinhalb Quadratmeter große bewegliche Häuschen her – für Menschen, die seit der Corona-Krise auf soziale Kontakte verzichten.

„Die letzten Wochen waren für viele Menschen sehr schwer. Deshalb haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, welchen Beitrag wir leisten können. Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagt Lenßen, während er lässig mit der Schulter an der Hauswand im Miniaturformat lehnt. Der Rechtsanwalt aus Bodman-Ludwigshafen und der Feinmechaniker

Nico König sind seit fünf Jahren Geschäftspartner. Seitdem stellen sie gemeinsam ähnliche Häuschen her. Ihr bisheriger Kundenkreis waren Studenten oder Saisonarbeiter, die übergangsweise eine Bleibe suchten. Aber was sich in den vergangenen zwei Monaten abspielte, war besonders.

Über 100 Corona-Häuschen ausgeliefert

Mit der speziellen Corona-Erweiterung stieg die Nachfrage rasant an. „The Cuber“ hat zwei Eingänge, Fenster, Heizung und eine Gegensprechanlage. In der Mitte trennt eine Plexiglasscheibe den Raum. | Bild: Küster, Sebastian Über 100 solcher Exemplare wurden an Einrichtungen in ganz Deutschland verkauft. Ihr Schwerpunkt bleibt aber Baden-Württemberg. Und nun kann auch das erste Altenheim in Konstanz mit dem neuen Ort der Begegnung arbeiten. Das „Haus Christina“ in der Konzilstraße hat sich für die rund 8500 Euro teure Investition entschieden.

Infektionsrisiko ist sehr gering

Heimleiter Hansjürgen Schumacher ist überzeugt, dass das Geld sinnvoll angelegt wurde. Die vergangenen Wochen seien für seine Bewohner, Mitarbeiter und die Angehörigen sehr schwer gewesen. Als man von „The Cuber“ zum ersten Mal hörte, hätte man die Senioren gefragt, was sie von dieser Lösung halten. „Alle waren einverstanden.“ Schumacher wird die Investition bei der Pflegekasse einreichen. Er geht davon aus, dass der Großteil der Kosten erstattet wird. „Wir dürfen angemessene Maßnahmen ergreifen. Und ich denke, das ist sehr angemessen“, sagt er. Denn: die Ansteckungsgefahr geht mit „The Cuber“ im Garten an der Konzilstraße quasi gegen Null, weil der Kontakt zwischen Angehörigen und Heimbewohnern nahezu ausgeschlossen ist.

Auf jeder Seite des Häuschens befindet sich jeweils ein Eingang. Einer für Senioren, einer für Angehörige. Innen trennt eine große Plexiglasscheibe die siebeneinhalb Quadratmeter in zwei Bereiche. Einer für Kinder, Enkel und Freunde. Einer für die Senioren. Über eine Gegensprechanlage können beide Parteien miteinander sprechen. Der Innenraum ist mit Blech verkleidet, also leicht desinfizierbar. Eine Heizung hält Gäste auch im Winter warm. Und auf jeder Seite befinden sich Fenster zum Lüften.

Hansjürgen Schumacher ist froh, dass seine Pflegekräfte ab sofort nicht mehr jedes Treffen beaufsichtigen müssen, ob der Mindestabstand eingehalten wird. Durch die Trennung im Häuschen können sich die Pfleger zwischenzeitlich um andere Heimbewohner kümmern.

Eine Frau, die sich über die Anschaffung ganz besonders freut, ist Gretel Weilhard, die Witwe des früheren Konstanzer Bürgermeisters Willy Weilhard. Mit strahlenden Augen und breitem Grinsen wird sie von Pflegedeinstleiterin Tina Schumacher über eine Rampe in das Häuschen gefahren.

Dort wartet schon Ingo Lenßen hinter der Glasscheibe, um die Gegensprechanlage zu testen. Klick, Klick, Ring, Ring, „Hallo, Frau Weilhard?“: Prüfung bestanden.

Wer glaubt, dass „The Cuber“ nach der Corona-Krise verrottet oder auf der Müllkippe landet, täuscht sich. Das Häuschen ist wandelbar. Und der Heimleiter hat auch schon konkrete Ideen: „Wir werden eine nachhaltige Lösung finden. Vielleicht machen wir daraus ein Gartenhäuschen und feiern dort das Ende der Corona-Krise.“

Pflegeleiterin Tina Schumacher schiebt Hiembewohnerin Gretel Weilhard in das Häuschen „The Cuber“. | Bild: Küster, Sebastian

Gretel Weilhard testet mit Ingo Lenßen die Gegensprechanlage des Begegnungshäuschen im Garten des Altenpflegeheims. | Bild: Küster, Sebastian